Ein weiterer, sehr kleiner USB Stick von Transcend – der JetFlash T3S – hat seinen Weg in den Testparcours der stick-test Redaktion gefunden.
Die kleinen USB Sticks scheinen auf dem Vormarsch. Ein guter Trend, denn als Immer-dabei-Speicher sind die winzigen Vertreter besonders gut geeignet. Allein mit der Geschwindigkeit hapert es bisweilen, denn als Faustregel gilt nach wie vor: Schnelle Sticks haben größere Abmessungen, als langsame. Wir waren daher sehr gespannt wie sich der Transcend JetFlash T3S in der Ausführung mit 16 GB schlagen würde.
Verpackung und Lieferumfang
Endlich mal ein Stick, der sich ganz ohne die Zuhilfenahme irgendwelcher Gerätschaften öffnen lässt: Auf der Rückseite der Kartonverpackung an der Perforierung aufreissen, USB Stick entnehmen und loslegen. Die Verpackung ist USB-Stick-typisch eher schlicht gehalten und für die Aufbewahrung an Hängewänden ausgelegt. Neben dem Speicherstick sind keine weiteren Zugaben im Lieferumfang enthalten. Allerdings bietet Transcend unter transcend-info.com/downloads
die Software Transcend Elite, eine Datensicherungs- und Verschlüsselungs-Suite, sowie das RecoveRx Tool für die Wiederherstellung gelöschter Daten zum Download an.
Bauform und Handhabung
Der Transcend JetFlash T3S fällt in dieselbe Größenliga wie bspw. der SuperTalent Pico-C
oder der Kingston DT109
. Alles außerordentlich kleine USB Sticks, deren Maße denen des JetFlash T3S von 2,9 cm Länge 1,2 cm Breite und 3 Milimetern Höhe sehr ähneln. Dennoch gebührt dem JetFlash T3S die Ehre der Kleinste der genannten USB Sticks zu sein: Er ist 3 mm kürzer als der Pico-C und sogar 10 mm kürzer als der DT109.
Mit seiner rechteckigen Bauform und einem Korpus aus Metall wirkt der T3S sehr hochwertig verarbeitet. Da er auf Hochglanz poliert ist sind allerdings Fingerabdrücke unvermeidlich. Die Vorderseite des Sticks ist mit dem Transcend Logo bzw. Schriftzug verziert. An der Steckerseite ist die Kapazität des Sticks aufgetragen. Für eine Betriebs-LED war in dem Winzling kein Platz mehr. Dafür kann man aber sicher sein, daß keine naheliegenden USB Ports verdeckt werden, wie das bei größeren Speichersticks durchaus der Fall sein kann.
Transcend hat dem T3S eine kleine Befestigungsöse spendiert, deren Durchmesser für schmalere Schlüsselringe ausreichen dürfte. Der Stick hat keine Verschlußkappe oder Schiebemechanismus, so daß die Kontakte stets frei liegen. Unserer Erfahrung nach sind die großflächigen Kontakte der USB Sticks in der Regel auch gegen gröbere Behandlung weitestgehend immun. Dennoch sollte der T3S nicht gerade in der Werkzeugkiste landen.
Messergebnisse zum JetFlash T3S
Die kleinen USB Sticks glänzen zumeist nicht mit den höchsten Transferraten. Miniaturisierung bei den mobilen Speichern fordert ihren Tribut bei der Geschwindigkeit. Dennoch gehen wir stets optimistisch in unsere Messungen, denn rein statistisch muß auch einmal ein kleiner Stick dabei sein, der mit ordentlichen Schreib-/Leseraten aufwarten kann.
Und beim T3S ist es endlich soweit! Bzgl. der Lesegeschwindigkeit haben wir mit dem JetFlash Stick sogar einen neuen Testsieger identifiziert, denn vom T3S konnten durchschnittlich 31,3 MByte/Sek in den Rechner übertragen werden. Das ist der absolut höchste Wert, den wir lesend bisher bei einem USB 2.0 Stick messen konnten. Diese überragende Performance kann der T3S beim Schreiben nicht ganz halten, liegt mit durchschnittlich 12,0 MByte/Sek aber immer noch im Mittelfeld der USB 2.0 Sticks.
Unser Fazit
Mit dem T3S ist Transcend ein guter Wurf gelungen. Er ist sehr gut verarbeitet, wirkt mit seinem hochglanzpolierten Metallkorpus hochwertig, ist mit nur 4 Gramm Gewicht federleicht und passt in jede Geldbörse. Dazu hat es Transcend geschafft, aus dem bisher für kleine USB Sticks üblichen “klein = langsam” Muster auszubrechen und einen Stick gebaut, von dem rasend schnell gelesen werden kann und bei dem gleichzeitig das Schreiben von Daten ausreichend schnell von der Hand geht. Wer einen äußerst kleinen und flotten Mini USB Stick sucht, ist mit dem T3S perfekt beraten.
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31,3 MByte/Sek
12,0 MByte/Sek

Wie kommen solche Ergebnisse zustande? Nach Datenblatt kann der Stick nur 18 MB/s lesen und 5MB/s schreiben. Dies entspricht auch anderen Angaben im Netz!
Messergebnisse zur Gechwindigkeit von Computer-Peripherie hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wir wissen nicht, mit welchem Tool und auf welchem System Transcend seine Speichersticks misst. Wir verwenden einen handelsüblichen Medion Akoya PC und Atto, Crystal Disk Mark, h2testw und h2benchw zur Geschwindigkeitsmessung. Verschiedene Tools liefern verschiedene Messeregebnisse auf unterschiedlichen Systemen und sie sind von vielen Faktoren abhängig, u.a. dem im Rechner verbauten Motherboard und dessen Chipsatz, USB Controllern bis hin zur Geschwindigkeit der eingesetzten Festplatte. Darüberhinaus gibt es Serienstreuungen bei den USB Speicherherstellern, so daß es sein kann, daß ein und derselbe USB Stick mit identischer Kapazität wg. Software-Unterschieden im verwendeten Flash Controller oder sogar Unterschieden beim Controller selber andere Transfergeschwindigkeiten aufweist, als die von uns genannten. Wir stellen hier unsere Messergebnisse vor und sind aufgrund genannten Punkte nicht verwundert, wenn diese – auch im Positiven – von den Herstellerangaben oder anderen Angaben im Netz abweichen.
Ich kann die gemessenen Werte in der Praxis bestätigen. Beim kopieren großer Videodateien komme ich unter Linux ziemlich genau auf die gemessenen Werte: 11 MB/s beim schreiben, 28 MB/s beim lesen. Dafür dass der Stick so winzig ist, ist er verdammt schnell.
Habe auch gerade mal auf dem PC in der Arbeit den ATTO Benchmark laufen lassen: 11 MB/s write, 30 MB/s read.
Einziger Mangel (den so gut wie alle Sticks haben): Windows erkennt die 2. Partition nicht, weil er sich als Gerät mit Wechselmedium ausgibt (was ja nicht stimmt, USB-Sticks haben kein Wechselmedium, wie z.B. Kartenleser). Schade dass auf dieses Thema in den Tests hier nicht eingegangen wird. Bei Sticks in dieser Größe empfiehlt sich eine Partitionierung: ein FAT-Partition damit er am DVD-Player verwendet werden kann, und eine NTFS-Partition für Dateien größer 4GB.
Hallo Bergschreck,
Windows ist mit Partionen auf Wechselmedien leider sehr restriktiv, indem es kurzerhand stets nur der ersten Partition einen Laufwerksbuchstaben zuweist und alle Weiteren kurzerhand nicht anzeigt. Das Thema wäre durchaus einen eigenen Artikel wert, allerdings gibt es keine Lösung für dieses Problem.
Dabei hängt es nur an einem einzigen Bit im USB Stick Controller, dem RMB (Removable Media Bit). Leider gibt es keine Tools, die zuverlässig bei jedem USB Stick eines beliebigen Herstellers dieses Bit ausschalten können. Wer mit Tools experimentiert, die das RMB verändern können sollen, läuft Gefahr, seinen USB Stick zu zerstören. Wir können davon nur abraten.
Viele Grüße
stick-test.de
Es gibt eine gute Seite auf der man feststellen kann welches Mass Production Tool für den Stick geeignet ist. Man braucht nur VID und PID zu wissen. Allerdings findet man dort nicht raus ob man dem jeweiligen Tool das RMB Bit änderbar ist, das müsste man erst ausprobieren.
http://flashboot.ru/iflash.html
Was mir aber völlig unklar ist: warum behaupten die Sticks alle von sich, sie hätten ein Wechselmedium? Das stimmt ja nicht.