Der JetFlash 760 USB 3.0 Stick von Transcend mit Schiebemechanismus im Test. Hase oder Igel?

Transcend JetFlash 760 USB 3.0 Stick

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Eckdaten Transcend JetFlash 760 • USB 3.0 • Modell TS16GJF760 • Abmessungen 70x21x9 mm (LxBxH) • Gewicht 12g • Farbe schwarz m. farbigem Schieber • 30 Jahre Garantie • Transcend Elite & RecoveRx Software
Lesen 51,8 MByte/Sek
Schreiben 17,2 MByte/Sek
3.7 von 5 Sternen 3.7 von 5 Sternen bei 144 Kundenmeinungen

Transcend bietet eine breite Palette verschiedener USB Sticks an: Neben Hi-Speed-, V-, USB 3.0- und Security-Serie gibt es edle, robuste und auch kappenlose Speichersticks im FlashDrive-Portfolio. Wir haben aus der USB 3.0 Serie den JetFlash 760 auf den Prüfstand bekommen und zeigen, ob der JF760 eher lahmer Igel oder schneller Hase ist.

Verpackung und Lieferumfang
Transcend JetFlash 760 USB 3.0 Stick Der JetFlash 760 wird in einer praktischen Kartonverpackung geliefert, die sich sehr einfach durch Aufreissen entlang einer perforierten Linie auf der Rückseite der Verpackung öffnen lässt. Neben dem Stick gehören keine weiteren Zugaben zum Lieferumfang. Transcend bietet jedoch unter transcend-info.com/downloads Gratis-Software zum Download an: Zum einen Transcend Elite, eine Datensicherungs- und Verschlüsselungs-Suite, sowie das RecoveRx Tool, das zum Wiederhestellen gelöschter Daten genutzt werden kann.

Bauform und Handhabung
Der Transcend JetFlash 760 kommt in klassischer Brick-Bauform mit der Anmutung eines etwas in die Länge gezogenen Feuerzeugs. Er wiegt 12 Gramm und trägt mit seinen Abmessungen von 6,96 cm in der Länge, 2,09 cm Breite und knapp 9 Millimetern in der Höhe nicht auf. Für die Brieftasche ist er weniger geeignet, aber dafür bietet sich eine kleine Befestigungsöse auf der Rückseite des Sticks zur Befestigung bspw. an einem Halsband an.

Kingston DT HyperX USB 3.0 Stick Der JF760 ist mattschwarz mit ebenfalls schwarzem, auf Vorder- und Rückseite eingelassenen, hochglanzpoliertem Kunststoff. Der Schieber zum Ein- und Ausfahren des Anschlußsteckers hat eine kapazitätsabhängige Färbung. Bei unserem 16 GB Testmuster ist er grün. Die 4 GB Variante ist gelb, 8 GB blau und 32 GB lila. Auf der Vorderseite ist das Transcend-Logo nebst -Schriftzug aufgedruckt. Auf der dem Stecker gegenüberliegenden Seite steht die Kapazität und der Superspeed-Standard “USB 3.0”.

Ohne den Stick zu berühren hinterlässt er einen gut verarbeiteten, hochwertigen Eindruck. Kaum in der Hand, fühlt sich das aber anders an. Bei unserem Test-Exemplar rappelt der Schiebemechanismus ganz ordentlich im Kunststoffgehäuse, obwohl der Schieber an sich sehr präzise den Stecker ein- und ausfährt. Transcend hat sich noch eine nette Idee für die Betriebs-LED einfallen lassen. Diese ist unterhalb des Schiebers positioniert und leuchtet damit in der jeweiligen Farbe des Plastiks.

Messergebnisse zum Trascend JetFlash 760
Zwar wird noch einige Zeit vergehen, bis der Großteil aller Haushalte über einen Computer mit USB 3.0 Anschluß verfügt. Aber der Trend geht klar in Richtung USB 3.0. Vor diesem Hintergrund haben wir wieder einen USB 3.0 Stick, hier den JetFlash 760, in unseren Testparcours geschickt. Lt. USB 3.0 Standard sollen maximale Übertragungsgeschwindigkeiten von theoretisch über 500 MByte/Sek möglich sein. Bisher waren aber selbst die allerschnellsten USB 3.0 Sticks weit davon entfernt. Wie schlägt sich also der JF760?

Kingston DT HyperX USB 3.0 Stick Beim Lesen schaffte der JetFlash 760 durchschnittlich 51,8 MByte/Sek. Das ist für einen USB 3.0 Stick alles andere als schnell, bspw. im Vergleich mit dem aktuellen Testsieger Kingston DT HyperX 3.0, der es auf stattliche 157 MByte/Sek bringt.

Im Schreibtest ging’s dann wirklich gemächlich zur Sache, denn der JF760 kommt mit 17,2 MByte/Sek nicht einmal in die Nähe der 20 MByte/Sek-Marke. Die Top 3 USB 2.0 Sticks sind mit Schreibraten zwischen 19 und 23 MByte/Sek allesamt schneller, als der JetFlash 760 mit USB 3.0 Schnittstelle.

Wir haben den Stick natürlich auch am USB 2.0 Port getestet, an dem er lesend im Mittel mit zügigen 29,3 MByte/Sek zu Werke ging. Das ist schneller als unsere aktuellen USB 2.0 Testsieger, allerdings haben diese mit bis zu 21 MByte/Sek beim Schreiben (bspw. Kingston DT R500) deutlich die Nase vor dem JetFlash 760, der Daten vom Rechner durchschnittlich nur mit 14 MByte/Sek wegschreibt.

Unser Fazit
Wir wissen nicht so ganz genau, was sich die Ingenieure von Transcend beim JetFlash 760 gedacht haben. Zumindest die Zahl 760 deutet eine Weiterentwicklung oder ein neueres Modell gegenüber dem deutlichen flinkeren JetFlash 700 aus gleichem Hause an. Aber die Transfergeschwindigkeiten liegen im unteren Feld dessen, was heutige USB 3.0 Sticks leisten können. Damit ist der JF760 eindeutig der Igel und leider nicht der Hase. Zwar finden wir den Schiebemechanismus pfiffig aber dafür rappelt es im Innern des USB Sticks und er wirkt nicht so wertig, wie sein Äußeres vermuten lässt.

Auch preislich liegt der JF760 bei gleicher Kapazität nicht unter dem JetFlash 700, so daß der JF760 eigentlich nur in Frage kommt, wenn ein bunter Schiebemechanismus entscheidend ist. Andernfalls raten wir eindeutig zu Transcends JetFlash 700, oder, für wirklich hohe Schreib- und Leseraten, zum Kingston DT HyperX 3.0 oder dem Kingston Ultimate G2 3.0.