Super Talent ist für seine Flash- und Speichertechnologie bekannt: Wir haben den USB 2.0 Speicherstick Super Talent Pico-C Chrom im USB Stick Test.
Die Produkte aus der Super Talent Pico-Reihe zeichnen sich durch ihre fast schon absurd kleine Bauweise aus. Wir testen, ob bei so wenig Platzbedarf noch Raum für Leistung bleibt.
Bauform und Handhabung
Der hier getestete Super Talent Pico-C in edler Chrom-Optik dürfte zu den kleinsten USB Sticks zählen, die derzeit produziert werden. Er ist 3,3 cm lang, etwas über einen Zentimer (1,1 cm) breit und gerade einmal 3 Millimeter hoch. Von den 3,3 cm Länge benötigt der USB Steckanschluß alleine schon gut einen Zentimeter. Die kleine, runde Befestigungsöse am Ende des Sticks nimmt noch einmal 3 mm für sich in Anspruch. Insgesamt bleiben für den Speicheranteil des USB Sticks damit nicht viel mehr als 2 cm. Und immerhin schafft es Super Talent in der Chrom-Variante des Pico-C bis zu 32 GB auf dieser Fläche unterzubringen.
Die Verarbeitung ist ausgesprochen hochwertig. Der Speicherstick wirkt wie aus einem Stück gegossen und fühlt sich durch den Chrom-Bezug glatt und kühl an. Während der Nutzung heizt sich das kleine Stück Metall deutlich spürbar auf; allerdings nicht so weit, daß den Fingern Brandgefahr drohen würde. Der Pico-C sitzt sicher in der USB-Buchse. Manchmal ein wenig zu sicher, denn die glatte – und kleine – Chrom-Oberfläche bietet wenig Platz zum festhalten, so daß man bisweilen ein wenig beherzter zugreifen muß.
In der Summe wirkt der Speicherstick aufgrund seiner kompakten und robusten Bauweise nahezu unverwüstlich. Super Talent wirbt für den Pico-C u.a. mit den Prädikaten “rugged” (stabil, robust) und wasserfest! Stabil und robust können wir definitiv bestätigen, einen Tauchgang haben wir allerdings nicht unternommen.
Kapazitäten und Farben
Super Talent stellt den Pico-C in drei verschiedenen Farbvarianten her: Chrom, Nickel und Gold. Das hier getestete Modell ist ein Pico-C in Chrom mit 16 GB, Modell STU16GPCS. Die Chrom-Serie wird mit Kapazitäten von 1, 2, 4, 8, 16 und 32 GB produziert, wobei die Varianten mit weniger als 8 GB im Zuge des stetig steigenden Speicherplatzbedarfs als Kauf weniger sinnvoll erscheinen.
Der Pico-C in Nickel wird mit denselben Speicherkapazitäten wie der Pico-C Chrom angeboten. Sein Preis liegt etwa ein bis zwei Euro über der Chrom-Variante. Die Modellbezeichnung lautet für den Pico-C Nickel STUxGPCN, wobei das x durch die Speicherkapazität ersetzt wird.
Abweichend von Chrom und Nickel startet Super Talent beim Pico-C Gold erst bei 4 GB und liefert im Spitzenmodell satte 64 GB (Modell STU64GPCG). Erstaunlicherweise alles auf derselben winzigen Fläche, dann aber auch zu einem satten Preis.
Messergebnisse zum Super Talent Pico-C Chrom
Wir haben die 16 GB Variante des Super Talent Pico-C Chrom, Typ STU16GBGPCS, in unserem Testlabor unter die Lupe genommen und gehen davon aus, daß die ermittelten Leistungswerte gleichermaßen für die Nickel- und Gold-Modelle des Pico-C gelten dürften.
Unsere Eingangs gestellte Frage, ob bei so wenig Raum noch Platz für Leistung bleibt, konnten wir im Rahmen der Tests schnell beantworten: Bei sequentiellen Schreibvorgängen geht der Pico-C mit durchschnittlich 7,7 MByte/Sek zu Werke. Das ist ein eher gemächliches Tempo und rein rechnerisch braucht es gut 30 Minuten, um die gesamten 16 GB vollzuschreiben. Beim Lesen konnten wir 22 MByte/Sek vom Stick in den Rechner schauffeln. Ein ordentlicher Mittelwert, der sich hinter teureren bzw. deutlich größeren USB Sticks nicht zu verstecken braucht.
Fazit
Der Super Talent Pico-C Chrom überzeugt durch sehr gute Verarbeitung, seinem edlen Chrom-Finish und – allem voran – mit einer beinahe unschlagbar winzigen Form, die ihn für eine Aufbewahrung im Portemonnaie zusammen mit Kleingeld und Einkaufswagen-Chip prädestiniert.
Wer einen wirklich kleinen USB Stick sucht, der akzeptable Schreib- und ordentliche Leseraten aufweist, ist mit dem Pico-C gut beraten. Zwar können wir den Speicherstick nicht in unsere Testsieger Liste aufnehmen, da dort das Augenmerk auf Geschwindigkeit liegt. Aber ohne jeden Zweifel wäre der Pico-C der Sieger im Wettbewerb kleiner USB Sticks!
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(PDF, 66KB).




22,2 MByte/Sek
7,7 MByte/Sek

Der Transcend JetFlash T3 ist noch kleiner! Matz
Hinweis:
Der USB-Stick ist an der Kontakt-/Einschubfläche ca. 1mm breiter als ein “genormter” USB-Stick. Dadurch passt der Stick leider nicht in alle USB-Buchsen. Ich selber habe mir damit an meinem PC-Gehäuse eine USB-Buchse zerstört, da diese nun ausgeleihert ist und andere (schmalere) USB-Sticks/-Stecker nicht mehr richtig Kontakt bekommen.
@TH: Wir haben unsere Maßangaben nochmals mit einem Messschieber (Schiebelehre) nachgemessen und den Pico-C mit dem DataTraveler SE9, dem DataTraveler 109 sowie dem Transcend T3S verglichen.
Der Pico-C ist exakt 12 mm breit. Dasselbe gilt für den DT SE9 und DT 109. Der Transcend T3S ist 12,3 mm breit. Wir können daher nicht bestätigen, daß der Pico-C generell breiter als andere, kleine USB Sticks ist und damit USB Anschlüsse per se gefährdet.
Allerdings bemerken wir bei den kleinen USB Sticks mit vollständigem Metallkorpus, daß das Ein- und Ausstecken etwas mehr Kraft benötigt (sie sitzen “strammer”), was wir darauf zurückführen, daß die Speicher aus Metall etwas unnachgiebiger als die Varianten aus Kunststoff sind.