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Bild USB Typ-C Stecker

Datensicherung wird im privaten Alltag immer wichtiger: Wer seinen USB Stick sicher löschen möchte, muss im Vorfeld einiges beachten.

Die handelsüblichen 8, 16 oder 32 Gigabyte Speicherplatz aktueller USB-Sticks sind recht schnell ausgeschöpft. Ob Fotoalben, Filme oder Musik: Speicherfresser gibt es zuhauf. Um an neuen Speicherplatz für seine Daten zu kommen, bietet es sich an, nicht nur einzelne Dateien gezielt zu löschen, sondern den kompletten randvollen Stick scheinbar schnell und einfach zu formatieren.

Löschen mit der Formatieren-Funktion des Betriebssystems

Handelt es sich bei den Daten lediglich um Dokumente für private Nutzung, reicht in der Regel hierfür die normale „Formatieren“-Funktion des Betriebssystems, sei es Windows, MacOS oder ein *nix-Derivat, vollkommen aus. Vor der eigentlichen Formatierung kann in der Regel das gewünschte Dateisystem ausgewählt werden. Neben den moderneren Systemen NTFS und exFAT, die Dateigrößen über 4 GB unterstützen, bietet sich das ältere FAT32 für die Fälle an, in denen der USB-Stick an Geräten der Unterhaltungselektronik wie etwa Spielekonsolen oder Autoradios verwendet werden soll. Oft wird auch die Blockgröße sowie eine Option entweder zur “schnellen” oder zur “vollständigen” Formatierung zur Auswahl gestellt. Mehr Details zur Auswahl eines geeignetes Dateisystems und dem Einfluß von Blockgrößen auf die Transfer-Geschwindigkeit haben wir in separaten Artikeln zur Wahl eines geeigneten Betriebssystems und Schnellerer Datentransfer mit NTFS oder FAT32? zusammengestellt.

Alles gelöscht. Oder doch nicht?

Durch Verwendung dieser Formatieren-Funktion wird zunächst einmal alles vom Datenträger entfernt und das Dateisystem geordnet. Doch Vorsicht: Beim gewöhnlichen Löschvorgang auf einem Stick werden die Daten nicht tatsächlich gelöscht, sondern nur Platz zur erneuten Belegung freigegeben, indem die Einträge wo sich die Dateien auf dem Stick befinden aus dem Inhaltsverzeichnis entfernt und – im Falle der “vollständigen” Formatierung – zusätzlich alle Datenblöcke mit 0 (binär) überschrieben werden. „Papierkorb leeren“ ist also nur eine Worthülse. Handelsübliche Datenrettungssoftware wie die Freeware Recuva kann diese Dateien relativ einfach wiederherstellen. Befinden sich also sensible Daten auf dem Stick oder soll er an Dritte weitergegeben bzw. verkauft werden, sollte man darauf achten, dass eine etwas aufwendigere und dadurch sichere Löschung vorgenommen wird.

USB Sticks sicher löschen

Spezielle Tools können einen Flash-Datenträger mittels “Secure Erase” formatieren und in mehreren Vorgängen wieder und wieder mit zufälligen Zeichen überschreiben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt etwa eine sechsfache Überschreibung. Die Eraser, Wiper oder Shredder genannte Software ist kostenlos verfügbar.

Alternativ gibt es kostenlose Verschlüsselungstools wie etwa 7-zip oder TrueCrypt und spezielle USB-Sticks, wie bspw. der Kingston DT Workspace, bieten eigene Verschlüsselungsfunktionen, die entweder per Software oder – noch sicherer – per Hardware gelöst sind. Unter der Annahme, daß die Verschlüsselung fehlerfrei und ohne Backdoor implementiert wurde, dürfen derlei geschützte Daten als hinreichend sicher betrachtet werden. Im Falle der vollständigen Datenverschlüsselung eines USB Sticks und einem hinreichend komplexen Passwort würde dann ein nachträgliches Löschen sogar entfallen können.

Als letzter und sicherster Schritt bleibt natürlich noch die Möglichkeit den USB Stick physikalisch zu zerstören. Viele handelsübliche Papier-Shredder bieten die Möglichkeit, zumindest CDs, DVDs und Blueray-Discs zu zerstören; für einen USB Stick sind diese Shredder jedoch ungeeignet. Einfach nur ein paar Mal mit dem Vorschlaghammer den Speicherstick bearbeiten, wird je nach Schutzklasse und Sicherheitsstufe der auf einem USB Stick enthaltenen Daten, auch nicht genügen. Die DIN 66399 zur Datenträgervernichtung gibt in Abhängigkeit der genannten Parameter die maximalen Partikelgrößen vor, in die ein Flash-Speicher zerlegt werden muß, um den entsprechenden Anforderungen zu genügen.

Bild USB Typ-C Stecker

Die USB 3.0 Promoters Group gab in einer Pressemitteilung am 03.12.2013 bekannt, daß sie mit der Entwicklung einer neuen Generation von USB Steckern begonnen hat.

Auch wenn Apple mit der Einführung des Lightning Adapters nicht nur Anlass zur Freude gab, so war die Ablösung des 30-Pin-Dock-Connectors durch den Lightning Anschluß doch ein Fortschritt. Neben höheren maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten, die über Lightning erreicht werden können, stach insbesondere die Verpolungssicherheit positiv her. Endlich musste man nicht mehr darauf achten, ob die richtige Seite des Steckers beim Einstecken oben ist.

Der seit Januar 1996 bestehende USB Standard arbeitet seit Anbeginn mit quasi unveränderten Typ A- und B-Steckern sowie -Buchsen. Das wirkt zwar recht unübersichtlich, wenn man alle verfügbaren Steckerkombinationen wie in der folgenden Tabelle auflistet, ist aber in der Praxis weniger dramatisch, da im wesentlichen immer dieselben Standardtypen von den Herstellern verwendet werden.

USB 2.0 Stecker

USB 2.0 Stecker

In der folgenden Tabelle sind alle bekannten Standard USB 2.0 und 3.0 Stecker- und Buchsentypen so dargestellt, daß die zulässigen Steckkombinationen deutlich werden.

USB Stecker und Buchsen

Ende 2008 ist es mit der Einführung von USB 3.0 nicht übersichtlicher geworden, allerdings hält sich auch der USB 3.0 Standard an die bekannten Bauformen und hat lediglich weitere Datenleitungen hinzugefügt, um die vom Standard definierten höheren Übertragungsraten umsetzen zu können.

Ein wesentliches Manko der USB Stecker ist daher in den letzten 17(!) Jahren nicht angegangen worden: Ein USB Stecker muß mit der richtigen Seite nach oben bzw. unten in die USB Buchse eingeführt werden. Je schummriger die Beleuchtung, desto eher ist trial and error angesagt.

Nun endlich soll sich daran etwas ändern. In einer Pressemittelung vom 03.12.2013 hat die USB 3.0 Promoters Group angekündigt, einen neuen Stecker Typ C einzuführen. Wesentliche Vorteile sollen eine kleinere Bauform, Lademöglichkeit angeschlossener Geräte, Skalierbarkeit bei weiteren Geschwindigkeitszuwächsen des USB Standards und die beliebige Orientierung beim Anschluß von Geräten sein.

Für diese erfreuliche und überfällige Entwicklung ist allerdings ein Bruch nötig: Die neuen Stecker werden nicht mehr abwärtskompatibel zu den A-/B-Typen sein. Neue Typ C Stecker passen daher nicht mehr in die bekannten USB 2.0/3.0 Buchsen und umgekehrt. Die USB Promotors Group wird in ihrer Typ-C-Spezifikation daher passive Kabel und Adapter definieren, die als Koppelglied zwischen alter und neuer Steckerwelt fungieren sollen.

Etwa Mitte 2014 soll der neue Standard verabschiedet werden. Mit entsprechend ausgerüsteten Geräten ist daher nicht vor Ende 2014, eher irgendwann 2015 zu rechnen.

Viele Details zum USB 2.0 und USB 3.0 Standard gibt es in unserem USB Grundlagen Artikel.

“Alles fließt”, sagte Heraklit. Das gilt auf jeden Fall für Wasser und Strom. Nun hat der britische Hersteller ThumbsUp! einen Stromadapter im Wasserhahn-Design entwickelt, in dem er auf stylische Art und Weise beide Elemente zusammenbringt.

ThumbsUp! PowerTap USB Stromadapter Kurzschlüsse sind nicht zu befürchten, denn alles, was nach dem Einstecken des ThumbsUp! Power Tap USB Stromadapters in die Steckdose fließt, ist Strom. Und zwar in (fast) jedes Gerät, das sich per USB Ladekabel laden lässt. Laut Hersteller gilt das insbesondere auch für iPhone, iPod, iPad, andere Smartphones sowie Tablets.

Als besonderes Gimmick leuchtet ein Ring am Hahn des PowerTap in roter oder blauer Farbe, je nachdem, ob der – tatsächlich drehbare – Wasserhahn am PowerTap geöffnet oder geschlossen ist. Die Verwendung ist denkbar einfach: PowerTap in die Steckdose stecken, USB Ladekabel anschließen und Wasserhahn aufdrehen. Schon wird das Handy, Tablet oder sonstiger Verbraucher geladen.

Der PowerTap ist ein stylischer Eye-Catcher für’s nahende Weihnachtsfest, dem auf jeden Fall ein Platz in Sichtreichweite gebührt.

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Corsair kündigt mit dem Flash Voyager GT Turbo den weltweit schnellsten USB 3.0 Stick an.

Corsair Flash Voyager GT Turbo USB 3.0 Stick Corsair hat auf der CES in Las Vegas den Flash Voyager GT Turbo angekündigt. Ein High-End USB 3.0 Speicherstick, der mit robustem Metallgewand, Slider-Gehäuse und bisher unerreichten Transfergeschwindigkeiten aufwarten soll.

Dabei werden in Leserichtung Übertragungsraten von bis zu 260 MB/s genannt. Das liegt schon einmal knapp 8% über dem bisher schnellsten von uns getesten Stick, dem DataTraveler HyperX 3.0 (64 GB) von Kingston.

Richtig spannend wird es aber bei der Schreibgeschwindigkeit. Hier soll es der neu vorgestellte Corsair Flash GT Turbo in der 128 GB Variante schreibend auf bis zu 235 MB/s bringen. Ein phantastischer Wert, der beim 64 GB Modell auf 220 MB/s sinkt, dann aber leider beim USB Stick mit 32 GB lt. Herstellerangabe auf 105 MB/s runtergeht.

Ein Praxis-Test des Flash GT Turbo wird zeigen müssen, wo die “bis zu”-Angaben in der Realität wirklich liegen. Sollte das 32 GB Modell tatsächlich schreibend nur etwa 100 MB/s schaffen, dann hätte nach wie vor der Lexar JumpDrive Triton mit einer Schreibgeschwindigkeit von durchschnittlich 130 MB/s die Nase vorn.

Ab einer Kapazität von 64 GB beginnt dann der Bereich, in dem die aktuelle USB Stick Konkurrenz das Nachsehen haben wird. Denn mit 220 MB/s in Schreibrichtung dürfte es aktuell keinen weiteren USB 3.0 Stick geben, der dem Flash Voyager GT Turbo das Wasser reichen kann. Corsair wird den GT Turbo mit den bereits erwähnten Kapazitäten von 32, 64 und 128 GB ab voraussichtlich Februar dieses Jahres zu Preisen von etwa 50, 90 und 180 US-Dollar anbieten.

[Update 09.06.2013] Seit der Ankündigung auf der CES im Januar 2013 warten wir auf das Erscheinen des Corsair Flash GT Turbo, und der seinerzeit genannte Februar ist es ganz offensichtlich nicht geworden. Nun scheint es einem Corsair Foren-Post nach bald so weit zu sein: Dort wird der 11. Juni als der Termin genannt, zu dem der GT Turbo erhältlich sein soll. Wir werden, sobald es möglich ist, das 64 GB Modell einem test unterziehen. Bis dahin heißt es leider weiter warten.

[Update 26.07.2013] Der Voyager GT Turbo war mittlerweile für wenige Tage im Handel erhältlich. Wir haben sofort den von Corsair als “the fastest native USB 3.0 flash drive on the planet” beworbenen Speicherstick in der 64GB Variante einem Test unterzogen. Allerdings waren die in der Praxis erreichbaren Schreib-/Leseraten weit, weit von den vom Hersteller genannten (bis zu) 260MB/s read und 220 MB/s write entfernt: Im Labor konnten wir max. 200 MB/s lesend und 50(!) MB/s schreibend messen. Sehr ernüchternd. Der PR-Manager DACH von Corsair hat uns daraufhin bestätigt, daß es zu einem fehlerhaftem Verhalten an bestimmten USB Controllern kommen könne, der Stick aktuell nicht ausgeliefert würde und an einem Firmware-Update gearbeitet wird. Der GT Turbo ist aktuell nicht mehr im Handel erhältlich. Ein Zieltermin für das Wiedererscheinen wurde nicht genannt.

[Update 07.11.2013] Auch 3,5 Monate später ist vom Voyager GT Turbo keine Spur zu sehen. Auf der Übersichtsseite der USB Flashdrives von Corsair gibt es keinerlei Informationen zum GT Turbo. Wir sind gespannt, ob der angesichts seiner angekündigten Eckdaten vielversprechende Voyager Stick noch einmal im Handel erscheinen wird.

Mit dem TU3-HDMI stellt TRENDnet einen USB 3.0 zu HDTV Adapter vor, der den Anschluß eines Computers an beliebige HDTV Fernseher erlaubt.

TU3-HDMI Schema

Die international agierende TRENDnet mit Hauptsitz in Kalifornien ist Produkt- und Lösungsanbieter im Bereich der Breitbandverbindungen, Multimedia-Inhalten und vernetzten Peripheriegeräten. Zum Produkt-Sortiment gehören drahtlose Geräte, Glasfaser- und Gigabit-Verbindungen, Umschaltlösungen, Internettelefonie (VoIP), Tastatur/Video/Maus-Umschalter (KVM), Internetkameras, Druck-/Speicherserver, Powerline-, Bluetooth- und PoE-Geräte (Stromversorgung über Ethernet) sowie Multimedia-Anwendungen und USB-/Fire-Wire-Geräte.

Der von Trendnet hergestellte TU3-HDMI-Adapter gehört zur letztgenannten Gerätegattung und erlaubt es, einen PC über seinen USB 3.0 Anschluß mit einem HD-Großbildfernseher zu verbinden. Dazu funktioniert der Adapter einen USB 3.0 Port des Computers zu einem HDMI-Port um, mit dem das PC-Bild auf einem HDTV, Monitor oder auch Projektor (mit HDMI-Anschluß) dargestellt werden kann.

HDMI Anschluß des TU3-HDMI Der TU3-HDMI bietet verschiedene Betriebsmodi an. Im sogenannten Erweiterungsmodus wird der Monitor des Computers mit dem Fernsehgerät virtuell vergrößert (Zweimonitorbetrieb). Im Mirror- oder Spiegelmodus wird das Monitorbild auf das Fernsehgerät oder den Projektor gespiegelt. Im Primärdisplay-Modus wird die Kontrolle vollständig auf das Fernsehgerät übertragen und damit also das Bild auf dem Monitor des Computers abgeschaltet.

Die Stromversorgung des Adapaters erfolgt über den USB Port. Interessant an dieser Stelle: TRENDnet verwendet die eher seltene Micro USB-B Buchse aus dem USB 3.0 Standard zum Anschluß des Adapters an den USB Port des Computers. Hier die verschiedenen USB Stecker des USB Standards. Der Micro USB-B Stecker ist rechts im Bild zu sehen.

USB 3.0 Micro-B Buchse

Ein Micro-B to USB 3.0 Kable mit 50 cm Länge ist im Lieferumfang enthalten. Weiterführende Informationen zum USB (3.0) Standard finden Sie im Artikel 10 Dinge, die Sie über USB wissen sollten, dort sind insb. auch alle USB Stecker und Buchsen abgebildet.

Als unterstütze Betriebssysteme werden vom Hersteller Windows 8, 7, Vista, und XP genannt. Es können bis zu sechs TU3-HDMI Adapter an einem PC betrieben werden. Die Bildwiederholfrequenz wird mit 60 Hz angegeben. Der Hersteller gewährt eine zweijährige, begrenzte Garantie.

USB Sticks – klein, handlich, nützlich

Die Wahrheit auf dem USB StickWohl kaum ein PC User, der nicht einen oder mehrere USB Speichersticks – kurz USB Sticks – zuhause hat und regelmäßig nutzt. Die kleinen und handlichen Datenträger passen in jede Tasche. Zum ersten Mal wurden sie im Januar 1996 von der Firma M-Systems (später von SanDisk Corp. aufgekauft) mit einer Speicherkapazität von gerade einmal acht Megabyte (MB) vorgestellt und kamen 2000 serienmäßig auf den Markt. Firmengründer Dov Moran hatte den Einfall zur Entwicklung eines mobilen Speichermediums, als er sah, wie eine Präsentation missglückte, weil der Laptop, auf dem der Vortrag gespeichert war, versagte. Im USB Speicherstick verbirgt sich ein digitaler Speicher auf Basis sogenannter Flash Chips in einem robusten Gehäuse. Während unbegrenzt vom USB Stick gelesen werden kann, kommt es beim Abspeichern zu Verschleiß. Die Speicherchips können Daten auf dem Speicherstick rund zehn Jahre sicher erhalten.

USB Standards

Zwei Jahre nach der Entwicklung des ersten USB Speichersticks (USB 1.0) kam die Version USB 2.0 auf den Markt, die viele Jahre Standard bleiben sollte. Erst 2008 wurde man dem Bedarf an schnellem Transfer von großen Datenmengen gerecht, indem der neue und aktuelle USB 3.0 Standard vorgestellt wurde. Damit ist eine rasante theoretische Datenübertragung von bis zu 625 MB/Sek möglich. Allerdings liegen die tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten aktueller USB 3.0 Peripherie-Geräte, und damit auch der USB Sticks, noch deutlich unterhalb des theoretischen Maximums. Der 3.0 Standard ist noch vergleichsweise jung und die Peripherie-Hersteller nähern sich nur langsam und in kleinen Schritten den 625 MB/Sek. Tests unabhängiger Magazine oder Institute zeigen, dass die schnellsten Speichersticks mit einer Geschwindigkeit von derzeit maximal 250 MB/Sek in lesender Richtung arbeiten. Der schnellste von uns getestete Speicherstick ist der Kingston DataTraveler HyperX 3.0, der mit knapp 240 MB/Sek Daten in unseren Test-PC schaufeln konnte.

USB 3.0

Beim neuen USB 3.0 Standard ist auch zu beachten, daß noch längst nicht alle Rechner über USB 3.0-fähige Anschlüsse verfügen – erkennbar ist dies anhand der blauen Farbcodierung der USB-Buchse. Wer eine solchen Anschluß noch nicht werksseitig am PC oder Notebook vorfindet, kann häufig bspw. mit dem Einbau einer separaten Steckkarte einen USB 3.0 Anschluß nachrüsten. Ungeachtet dessen funktionieren USB 3.0 Speichersticks auch an den “alten” USB 2.0 Anschlüssen, da die USB Standards abwärtskompatibel sind. Dann aber natürlich mit niedrigeren Geschwindigkeiten.

Kapazitäten

Ähnlich wie bei Festplatten erhöht sich kontinuierlich die Menge an Daten, die auf einem USB Stick abespeichert werden können. Speichersticks mit weniger als vier Gigabyte (GB) Kapazität werden kaum noch gekauft. USB Sticks mit 64 GB können inzwischen die externe Festplatte ersetzen, haben jedoch oft keinen preislichen Vorteil. Dafür passen sie in jede Hosentasche. Sogar Speichersticks mit 256 GB sind inzwischen keine Seltenheit mehr, während es der Kingston HyperX Predator auf geradezu absurde ein Terabyte (=1000 Gigabyte) bringt. Hier finden ganze Film-Bibliotheken und mehr Platz. Allerdings liegen Speichersticks mit solchen Kapazitäten sie preislich derzeit auf sehr hohem Niveau. Insgesamt sind USB Sticks jedoch im Vergleich zu anderen Datenspeichern sehr günstige Medien, die bei Kapazitäten bis 64 GB schon für unter einen Euro pro GB zu haben sind.

Geschwindigkeit

Reine Speicherkapazität ist ein wichtiger Faktor, aber nicht der Entscheidende: Wer nicht ewig darauf warten möchte, bis die mp3-Sammlung oder eine große Video-Datei auf dem USB Stick gespeichert ist, der braucht einen schnellen Speicherstick. Während die USB Sticks in der Regel ordentliche Lesegeschwindigkeiten aufweisen, gibt es große Unterschiede bei der Geschwindigkeit mit der Daten auf einen Stick geschrieben werden können. Sehr schnelle USB 2.0 Sticks schaffen schreibend fast 30 Megabyte pro Sekunde. Sticks mit dem neuen USB 3.0 Standard sind bis zu fünfmal so schnell. Die ganz Rasanten bringen es auf fast 150 MByte/Sek, die Langsamen sind nur minimal schneller als USB 2.0. Der am schnellsten schreibende Speicherstick aus unseren Tests war der Lexar JumpDrive Triton, bei dem wir in schreibender Richtung durchschnittlich 131 MB/Sek messen konnten.

Hier hilft es nicht, sich auf vage Herstellerangaben zu verlassen, denn diese sind in der Regel hoffnungslos überzogen. Ähnlich der Sprit-Verbrauchsangaben aus den Autohersteller Prospekten. Ein Blick in einschlägige USB Stick Testberichte ist unerlässlich, um die Spreu vom Weizen zu trennen und einen Speicherstick zu finden, der ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Design und Bauformen

Neben der technischen Ausstattung wurde in den vergangenen Jahren auch intensiv am Design gearbeitet. Die meisten USB-Sticks haben nach wie vor ein Format in der Größe eines kleinen Einweg-Feuerzeugs und sind häufig eher funktionell als schön. Eine extra Kappe oder ein festangebrachter Verschlussbügel schützen den Stecker vor Beschädigungen.

Aber die Stick-produzierende Industrie hat die Zeichen der Zeit erkannt und bringt zunehmend mehr USB Sticks mit besonderen Bauformen auf den Markt. Die kleinsten USB Sticks haben Nano-Maße von sieben Millimetern Höhe und 19 Millimetern Länge und passen auf eine Ein-Euro-Münze. Ihre maximale Kapazität liegt in der Regel bei unter 16 GB und sie können zum Beispiel als Schlüsselanhänger angeboten werden. Daneben gibt es inzwischen eine Hunde USB Stick strampelt mit den Läufen große Auswahl an ausgefallenen Bauformen: Kleine Goldbarren, Plastik-Sushi, Comicfiguren oder Schmuckstücke mit Swarowski-Kristallen sind ebenso erhältlich wie USB Sticks aus Holz oder Kork oder jede Menge Schlüsselanhänger. Auch eine große Fast-Food-Kette ließ es sich zeitweilig nicht nehmen, eigene USB Sticks als Zugabe zum Kindermenü herauszubringen. Natürlich in der Form beliebter eigener Produkte, wie Pommes Frites. Ein paar interessante Beispiele für ungewöhnliche Gehäuseformen gibt es in der Unusual Flash Drive Collection oder bei 50+ Weirdest USB Flash Drives zu sehen. Zur Rechten ein USB Stick in Hundeform, der beim Einstecken in den USB Port mit den Hinterläufen scharrt.

Einige USB Sticks werden mit anderen Funktionen oder Anwendungen kombiniert. So kann ein Steckplatz für Speicherkarten enthalten sein, der den Stick zum Kartenport macht. Andere Sticks sind gleichzeitig Kugelschreiber, Uhr, MP3-Player, Kamera, Beamer-Fernbedienung oder Taschenlampe. Auch das bekannte Schweizer Taschenmesser kann man heute mit einem integriertem USB Stick kaufen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann zum USB Stick mit Zahlenschloss oder einem Speicherstick, der sich als Radiergummi oder Stein tarnt, greifen. Außerdem gibt es USB Sticks, die über eine eigene Software zur Datenverschlüsselung verfügen. Besonders robuste Modelle sind wasserdicht und stoßfest. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Handhabung

Die Handhabung der USB Speichersticks ist denkbar einfach und gelingt jedem, der einen Computer verwendet. Jeder PC bietet heute meist mehrere USB Buchsen. Bei sehr alten Modellen können sie sich auf der Rückseite des Computers verstecken. Hier hilft ein USB Verlängerungskabel. Die USB Speichersticks werden einfach in die entsprechende Buchse gesteckt und von allen gängigen Betriebssystemen (Windows, MacOS, Linux) automatisch als externer Datenträger erkannt. Bei sehr alten Rechnern dagegen kann es nötig sein, erst einen entsprechenden Treiber zu installieren.

Oft werden Speichersticks schon automatisch geöffnet. Falls nicht findet man sie unter Arbeitsplatz als extra Datenträger. Unter Windows wird dem Stick ein freier Laufwerksbuchstabe zugeordnet, während er bei OS Mac als Laufwerk mit seinem Namen aktiviert wird. Nun kann auf die Daten auf dem Stick zugegriffen oder auf ihm abgespeichert werden. Eine weitere mögliche Anwendung ist der Zugriff auf portable Programmversionen, die auf dem Stick gespeichert sind. So kann man auch an fremden Rechnern, auf denen man nichts installieren darf, die entsprechenden Programme verwenden. Unter Windows Vista oder Windows 7 kann durch Nutzung der Kapazität des USB Sticks der Arbeitsspeicher erweitert und auf diese Weise die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht werden (sog. Ready Boost).

Viele Hersteller von Speichersticks werben mit dem Label “Ready Boost tauglich”. Wichtiges Kriterium für diese Art von Tauglichkeit ist eine hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeit des Sticks. Einem Billigheimer aus dem Baumarkt oder vom Discounter sollte daher, auch wenn er das “Ready Boost” Label trägt, mit Skepsis begegnet werden.

Qual der Wahl

Wer einen USB Stick erwerben möchte, hat sprichwörtlich die Qual der Wahl angesichts der geradezu unüberschaubaren Vielfalt. Speichersticks mit nach USB 2.0 oder 3.0 Standard sind in verschiedenen Größen, also Speicherkapazitäten, erhältlich. Doch man sollte hier einen seriösen und bekannten Anbieter wählen. Es ist für Hersteller sehr einfach, die Speicherchips so zu manipulieren, dass sie dem PC eine höhere Kapazität vorgaukeln, als sie besitzen. So kann man eine böse Überraschung erleben, wenn der Speicherstick plötzlich voll ist, obwohl erst wenige Daten abgespeichert wurden. Fälle dieser Art sind in der Vergangenheit schon mehrfach vorgekommen und dies vor allem bei billigen USB Stick Massenartikeln, die bei den Flächenmärkten i.d.R. zu Spottpreisen angeboten werden. Bei USB Sticks gilt tatsächlich: Teuer ist gut. Das hat auch ein Vergleich von 24 USB Sticks der Computerbild (Heft 19/2011) ergeben. Hier zwei Berichte dazu: USB Sticks im Test der Computerbild: Teuer ist gut und auf teltarif.

Ein gutes Tool zum Prüfen der Funktionsfähigkeit von USB Sticks ist h2testw des heise Verlags. Für Geschwindigkeitstests ist h2testw aber ungeeignet. Dafür kommen eher Atto Benchmark, Crystal Disk Mark und ähnliche Tools in Frage.

Für den Kauf eines vernünftigen USB Sticks sollte man Testberichte unabhängiger Portale konsultieren. Solche Tests werden von Computerzeitschriften oder Online-Portalen regelmäßig durchgeführt. Im Netz sind Testberichte vielfach nachzulesen. Neben den technischen Leistungen kann man dann noch aus den verschiedenen Designs oder Zusatzfunktionen auswählen.

Kingston treibt mit einer USB Stick Neuvorstellung den Kapazitätswettlauf auf die Spitze und bietet zukünftig den DataTraveler HyperX Predator 3.0 mit bis zu einem Terabyte Speicher an.

Kingston DataTraveler HyperX Predator USB 3.0 Stick Dabei setzt nicht nur die maximale Kapazität von einem Terabyte Maßstäbe, sondern auch die Bauform, die aktuell mit Abmessungen von etwa 72 x 27 x 21 Millimetern angegeben wird. So viel Speicherplatz passt einfach nicht in die Form eines Handtaschen-Schmeichlers. Und wer Interesse am USB 3.0 Stick im matallischen Gehäuse aus einer Zink-Aluminium-Legierung hat, wird allein für die 512 GB Variante um die 600,- € bezahlen müssen. Es ist davon auszugehen, daß das 1 TB Modell nicht unter 1000,- € zu haben sein wird.

So viel Kapazität erfordert entsprechende Transfergeschwindigkeiten, sonst kann sich das Befüllen eines 1 TB Speichersticks zu einem abendfüllenden Programm ausweiten. Wenn wir unseren bisher schnellsten Speicherstick, den Lexar Jumpdrive Triton, als Basis nehmen, der über USB 3.0 mit sehr schnellen 130 MB/s Daten schreibt, dann würde – rein rechnerisch – das vollständige Beschreiben des 1000 GB (=1 TB) HyperX Predators immer noch über zwei Stunden dauern (1 TB = 1000 GB = 1000000 MB; 1000000MB / 130 MB/s = 7692s / 60s = 128 Minuten). Folgerichtig steigt beim DT HyperX Predator nicht nur die Speicherkapazität, sondern auch die Schreib-/Lesegeschwindigkeit, die vom Hersteller mit 160 MB/s bzw. 240 MB/s angegeben wird.

Unserer Meinung nach reicht das aber nicht, um mit einem 1 TB Speicherstick entspannt arbeiten zu können. Wer so viel Speicher benötigt, der möchte nicht 1,5h warten, bis der Stick vollgeschrieben ist. Hier wäre es vielleich sinnvoll gewesen der Konkurrenz von Corsair über die Schulter zu schauen: Die haben soeben den Flash Voyager GT Turbo mit Transferraten von 260 MB/s lesend und 235 MB/s schreibend angekündigt.

Kingston DataTraveler HyperX Predator USB 3.0

Der USB 3.0 Standard legt noch weiter zu: Laut der USB 3.0 Promoter Group sollen Datenübertragungen mit bis zu 10 GBit/s möglich werden.

USB 3.0 Logo Die USB 3.0 Promoter Group ist eine Branchenvereinigung aus HP, Intel, Microsoft, Renesas Electronics, ST-Ericsson und Texas Instruments und entwickelte bereits die Spezifikation für den bisherigen USB 3.0 Standard. Laut eines Berichts von heise.de arbeitet das Konsortium nun an einer Erweiterung, um die maximal erreichbare Datenrate von derzeit theoretischen 5 GBit/s (625 MByte/s) auf 10 GBit/s (1,25 GByte/s) zu verdoppeln.

Hier ein Vergleich von Geschwindigkeiten der unterschiedlichen USB-Standards zu Firewire und Ethernet (aus unserem Artikel 10 Dinge, die Sie über USB wissen sollten).

Geschwindigkeitsübersicht

Das Update zum USB 3.0 Standard würde neue Stecker, Buchsen und Kabel benötigen aber vollständig abwärtskompatibel zum aktuellen USB 3.0 und sogar USB 2.0 Standard sein. So könnten weiterhin alte Geräte und Kabel auch an den neuen Anschlüssen verwendet werden; dann natürlich mit niedrigeren Geschwindigkeit.

Mitte 2013 möchte die USB 3.0 Promoter Group ihr Update fertig haben. Bis erste Geräte mit USB 3.0-Unterstützung nach dem neuen Standard auf den Markt kommen, dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Wir würden nicht vor 2014 damit rechnen. Auch ein Name fehlt noch: Nach Low-, Full-, High- und zuletzt Super-Speed würde sich vielleicht Hyper als Präfix anbieten.

Weitere Berichte hierzu auch auf winfuture.de oder golem.de.

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