Lange wurde an ihr gearbeitet, und nun ist sie fertig: Die USB 3.1 Spezifikation, mit der am USB-Anschluß bis zu 10 Gbit/s erreicht werden können.

USB 3.1 Superspeed+ Logo Wie bereits im Artikel USB 3.0 soll doppelt so schnell werden berichtet, arbeitete seit geraumer Zeit ein Konsortium bestehend u.a. aus HP, Intel und Microsoft an einer Erweiterung des USB 3.0 Standards. Ziel war es die maximal erreichbare Transfergeschwindigkeit von (theoretischen) 5 Gbit/s, das entspricht 625 Mbyte/s, auf 10 Gbit/s zu verdoppeln.

Nun ist die Spezifikation für USB 3.1 fertig. Dabei wird die Verdopplung der Brutto-Geschwindigkeit des Superspeed+ getauften Standards im Wesentlichen durch eine Optimierung der Datenübertragungsalgorithmen erreicht. Dennoch werden sowohl neue Stecker als auch Kabel benötigt, die allerdings abwärtskompatibel zu USB 2.0 und USB 3.0 sein sollen. Alte Geräte und Kabel können somit weiterhin zum Einsatz kommen, die Geräte arbeiten dann allerdings mit niedrigeren Geschwindigkeiten.

Hier ein Vergleich von Geschwindigkeiten der unterschiedlichen USB-Standards zu Thunderbolt, Firewire, Ethernet und eSATA (aus unserem Artikel 10 Dinge, die Sie über USB wissen sollten).

USB vs. anderer Schnittstellen - Geschwindigkeitsübersicht

Mit dem Update des Standards schließt die USB-Schnitsstelle hinsichtlich der theoretisch erreichbaren Transferraten zu Thunderbolt auf. USB hat gegenüber der (teureren) Thunderbolt-Schnittstelle zusätzlich den Vorteil, daß es ungleich mehr Geräte mit USB-Anschluß gibt.

Es könnte aber dennoch sein, daß die Pole Position der höchsten Übertragungsgeschwindigkeit bald wieder an Thunderbolt geht, denn hier wird bereits seit geraumer Zeit am Folgestandard Thunderbolt 2 gearbeitet, der bis zu 20 Gbit/Sek ermöglichen soll. Für die nächsten Jahre ist daher mit einem spannenden Wettrennen zwischen diesen beiden Standards zu rechnen.

Auch heise berichtet über den neuen USB 3.1 Standard als Startschuß für Entwickler.