Die Karlsruher brinell GmbH produziert USB 3.0 USB Sticks und Festplatten mit ausgefallenen und edlen Materialien wie Carbon, Nappaleder oder Massakar Ebenholz. Wir testen einen USB 3.0 Stick aus der engineered-Serie.

brinell Stick engineered 32 GB

Eckdaten brinell Stick engineered • USB 3.0 • Modell engineered Carbon schwarz • Abmessungen 69x22x8 mm (LxBxH) • Gewicht 28g • Farbe silber mattiert/schwarz (Modellabhängig) • inkl. Ledertasche • 5 Jahre Garantie
 
Lesen 79,9 MByte/Sek
Schreiben 42,5 MByte/Sek

Die brinell GmbH setzt Maßstäbe im Bereich hochwertiger Computer-Peripherie: Durch die Ausstattung von USB 3.0 Festplatten und USB Sticks mit handverlesenem Massakar Ebenholz, Carbon, Rindsnappaleder und reinem Edelstahl enstehen Speichermedien mit Stil und einem Hauch von Luxus. Die stick-test Redaktion hat einen USB 3.0 Stick mit 32 GB aus der engineered-Serie in Carbon schwarz auf den Prüfstand gestellt. Glänzen die brinell-Sticks auch mit inneren Werten?

Verpackung und Lieferumfang
brinell engineered USB 3.0 Stick Gleich vorweg: Die Begeisterung beginnt bereits vor dem Auspacken, denn die Verpackung ist dem Inhalt angemessen. Beim Unboxing haben wir das Gefühl, ein edles Schmuckstück von seiner i.d.R. ja ebenfalls hochwertigen Hülle zu befreien. brinell zeigt sehr eindrucksvoll, wie der banale Akt des Auspackens zu einem Moment der Zelebration wird.

Der eigentliche Karton, in dem der Speicherstick auf einem Schaumstoffbett ruht, ist von einem schwarzen Schuber umgeben. Auf dem Schuber ist Bild des Speichersticks – bei uns ein 32 GB Modell aus der engineered-Reihe in Carbon schwarz – aufgedruckt. Zusätzlich das Firmensignet von brinell nebst Modellangabe und auf der Seite brinells Claim “a touch of class. a touch of brinell.” Auf der Rückseite gibt es einige technische Informationen, u.a. erfahren wir dort, daß es sich bei dem verwendeten, gebürsteten Metall um Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4301 (V2A) handelt. Wir entnehmen dem Wikipedia-Artikel zu Edelstählen, daß dieser Wnr 1.4301-Stahl gegen Wasser, Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit, Speise- sowie andere Säuren beständig ist und u.a. für chirurgische Instrumente oder Schmuck verwendet wird. Das passt doch sehr gut zu unserem Eindruck, eher Geschmeide denn einen Speicherstick zu entpacken.

Im schwarzen mit einem Deckel verschlossenen Karton liegt der brinell Stick, wie bereits erwähnt, in Schaumstoff eingefasst. Der Schaumstoff ist an einer Seite ausgespart, um leicht an die darunterliegenden Gegenstände gelangen zu können. Zu diesen gehören ein Reinigungstuch, brinell engineered USB 3.0 Stick das wiederum sehr passend mit dem Schriftzug “Jewellery Polishin Cloth” bedruckt ist, eine Modellübersicht und eine Kurzanleitung jeweils in Flyer-Form (Leporello) sowie ein kleines, schwarzes Lederetui, in dem der brinell Stick sicher aufbewahrt werden kann.

Besser, und vor allem edler, kann man einen USBStick kaum verpacken und der Glanz in den Augen unseres (tatsächlich männlichen) Redakteurs, dem die ehrenvolle Aufgabe zuteil wurde, den brinell Stick testen zu dürfen, ist auch beim Schreiben dieses Testberichts noch nicht ganz gewichen.

Bauform und Handhabung
Der brinell Stick ist ein “Viertelpfünder” unter den USB Sticks und unterstreicht mit einem Gewicht von 28 Gramm fühlbar den Anspruch, etwas für’s Geld in den Händen halten zu wollen. Der Metallkorpus des brinell Sticks aus gebürstetem Edelstahl ist wie aus einem Guß verarbeitet, ebenso die Verschlußkappe, welche mit einer Stahl-/Plastikkonstruktion für einen hervorragenden Sitz auf dem Speicherstick sorgt.

Die hochwertige Anmutung findet ihren Höhepunkt im vom Edelstahlrahmen eingefassten Gehäuseelement aus schwarzem Carbon. Der brinell Stick ist so präzise gefertigt, daß Rahmen und Carbon-Inlay zu einer Einheit verschmelzen, also ob der Stick gar nicht aus zwei Gehäusteilen aus verschiedenen Materialien bestehen würde.

Als Verzierung ist auf einer der Längsseiten dezent das brinell-Signet nebst -Schriftzug, vermutlich per Laser, aufgebracht. Nach dem Entfernen der Verschlusskappe ist am typischen blau des Steckerinnenteils sofort der unterstützte SuperSpeed-Standard (USB 3.0) zu erkennen. Zeit also, um dem brinell Stick unter die Haube zu schauen.

Messergebnisse zum brinell engineered USB 3.0 Stick
Verpackung und Inhalt begeistern beinahe ohne Grenzen. Kann der brinell Stick auch im Testparcours bestehen? Fast zu schön, um wahr zu sein, doch auch hier leistet brinell ganze Arbeit. Zwar zählt der Stick nicht zu den schnellsten der USB 3.0 Zunft, aber er schafft es unseren bisherigen Zweiten, den Transcend Jet Flash 700, von seinem Platz zu verdrängen.

Zunächst die Messergebnisse am USB 3.0 Anschluß: Im Lesetest mit durchschnittlich 79,9 MByte/sek rennt der brinell Stick sogar unserem bisherigen Testsieger, dem Kingston Ultimate G2, davon. Damit ist der brinell Stick lesend der schnellste USB 3.0 Stick, den wir bisher im Testlabor hatten! Bei schreibenden Zugriffen maßen wir ordentliche 42,5 MByte/Sek, was den zweiten Platz besiegelt, denn der bisher Zweitplatzierte Transcend 700 erreichte bei unseren Tests nur 28,8 MByte/Sek (zum Vergleich Kingston Ultimate G2 53,3 MByte/Sek).

Auch am USB 2.0 Anschluß musste sich der brinell Stick beweisen. Dort schafft er es tatsächlich, unseren bisherigen USB 2.0 Testsieger, den Kingston R500, lesend mit 31,1 MByte/Sek und schreibend mit 24,9 MByte/Sek zu überbieten. Hut ab, denn das sind Geschwindigkeiten, mit denen wir insb. am USB 2.0 Port nicht gerechnet hätten.

Modelle, Kapazitäten und Preise
brinell bietet seine USB Sticks in verschiedenen Ausführungen an. Allen gemein ist die Verwendung außergewöhnlicher Materialien wie handverlesenem Makassar Ebenholz, Rindsnappa Leder, Carbon und strichmattiertem Edelstahl.

brinell engineered USB 3.0 Stick

Der hier getestete Speicherstick gehört zur “engineered”-Serie und hat eine charakteristisch geflochtene Einlassung aus schwarzem Carbon (Bild links). Zur engineered Serie gehört ebenfalls eine Variante mit weißem Carbon und ein Modell, dessen Einlassung aus strichmattiertem Edelstahl besteht (Bild 2. von links). In der “elegant” Serie besteht der Korpus aus schwarzem (Bild 2. von rechts), weißem oder braunem Rindsnappaleder. Und für Liebhaber einer besonders exklusiven Note verarbeitet brinell in der “understatement” Serie Ebenholz aus Makassar (Bild rechts), das auch als Coromandelholz oder Marblewood bekannt ist und zu den wertvollsten Holzarten zählt.

Die brinell Sticks sind in allen Design-Ausführungen mit Kapazitäten von acht, 16 oder 32 Gigabyte erhältlich. Bei der Preisgestaltung herrscht Einheitlichkeit: In der engineered und elegant Serie sind die 8 GB Varianten mit 59 €, 16 GB mit 89 € und 32 GB mit 129 € bepreist. Die Makassar Ebenholzvariante schlägt bei allen Kapazitäten mit jeweils zusätzlichen 10 € zu Buche. Für den innerdeutschen Versand berechnet brinell in seinem Online-Shop 5 €.

Außer im eigenen Online Shop bietet brinell seine Sticks (und auch Festplatten) über verschiedene Vertriebswege an, die den exklusiven Charakter der Produkte unterstreichen. Genannt werden u.a. der Lufthansa Worldshop inkl. des zugehörigen Meilen Bonussystems sowie weitere Fluglinien wie bspw. Etihad Airways, SAS oder airBaltic.

Unser Fazit zum brinell USB Stick
Wir haben uns redlich bemüht, es mit den Superlativen im Testbericht nicht zu übertreiben. Aber so ganz wollte es nicht gelingen, denn der brinell Stick ist ein stilvolles, edles Stück Speichertechnologie, das einen ausgeprägten Haben-Wollen-Faktor besitzt.

brinell engineered USB 3.0 Stick Der Stick ist hochwertig verarbeitet und fasziniert mit einem Materialmix, der seinesgleichen sucht. Egal ob Carbon, Nappaleder oder Ebenholz: Wer so einen Speicherstick in Händen hält, möchte ihn eigentlich nicht mehr hergeben. Und das ist das Beste, was ein Produkt – unserer Meinung nach – erreichen kann.

Darüberhinaus glänzt der brinell Stick nicht nur mit äußeren Werten. Er hält ab sofort den USB 3.0 Lese-Rekord mit über 80 MByte/Sek und erlaubt mit 42 MByte/Sek zügiges Schreiben. Wer den brinell Speicher an einem USB 2.0 Port betreibt, erhält auch dort rasend schnelle Geschwindigkeiten, die unserem bisherigen USB 2.0 Testsieger (Kingston R500) in nichts nachstehen.

Für Liebhaber exklusiv designter Technologie, als edles Präsent unter dem Weihnachtsbaum oder als stilvolle Überraschung für besondere Momente: Der brinell Stick hat das gewisse Etwas und großes Potential auch Menschen zu begeistern, die sich sonst nie mit mobilen Speichern beschäftigen würden.